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Mochi Reiskuchen

Bei Mochi handelt es sich um kleine Küchlein, die mit Hilfe von Klebreis hergestellt werden. Übersetzt bedeutet Mochi ganz schlicht und einfach Reiskuchen. Die Tradition sieht vor, dass bei der Zubereitung ausschließlich gedämpfter Reis zum Einsatz kommt.

Nach dem Dampfvorgang wird der Reis in Holzbottiche gefüllt und mit Holzhämmern bearbeitet. Diese Zubereitungsart ist natürlich sehr aufwendig, so dass sie in der Regel nur noch bei Vorführungen oder Volksfesten zum Einsatz kommt. Mittlerweile wird der Herstellungsprozess in vereinfachter Form von Maschinen übernommen. Es gibt auch Mochiarten, die aus Reismehl hergestellt werden.

Die Tradition von Mochi-Reiskuchen

Zu Neujahr werden in Japan viele tausend kleine Mochi verzehrt. Die kleinen Reiskuchen werden bevorzugt zu besonderen Anlässen serviert. Zu Neujahr werden sie in in Form von Kagami-Mochi serviert. Dabei handelt es sich um ein Menü, welches aus zwei Küchlein besteht auf denen eine kleine japanische Mandarine gelegt wird. Eigentlich galt dieses Menü dem Gott Toshigami, über den die Tradition besagt, dass er an Neujahr jedes Haus besucht und Glück beschert.

Das Kagami wird aber nicht verzehrt sondern bis zum 11.Januar in ein Regal gelegt und erst dann verzehrt mit der Bitte um eine gute Gesundheit. Der 11. Januar wird auch als Kagami-biraki-Feier bezeichnet. Es gibt aber auch asiatische Länder, in denen Mochi zum Frühstück verzehrt wird. Alles in allem sind die kleinen Reiskuchen in Asien besonders weit verbreitet.

Frische Mochi-Reiskuchen weisen eine weiche aber bissfeste Konsistenz auf. Sie werden sowohl in süßer als auch in herzhafter Variante angeboten. So werden sie zum Beispiel mit einer süßen Bohnenpaste gefüllt. In den westlichen Ländern gibt es sogar Varianten mit Schokoladenfüllung. Hinzu kommt die Möglichkeit die Mochis in Dips zu tunken. Interessant ist auch die getrocknete Form, die den großen Vorteil hat, dass sie über Monate hinweg haltbar ist. Nachteilig ist nur, dass sie sehr hart sind. Daher eignen sich diese Küchlein eher als Einlage in Suppen oder zum Eintunken in Tee.

Mochi Reiskuchen

Foto-oben: « R☼Wεnα » Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

 

 

Die Gefahren von Mochi Reiskuchen

Da diese Delikatesse in Japan traditionell zum Jahreswechsel verspeist wird, kommt es zu dieser Jahreszeit auch häufig zu Todesfällen. Wer sich der Gefahr dieser Küchlein bewusst ist und beim Verzehr ein paar wichtige Tipps beherzigt, sollte die Küchlein aber gefahrlos verzehren können. Zu den Opfern zählen meist ältere Menschen, deren Speichelflüssigkeit und Kaukraft den Verzehr erschwert.

Dadurch können die Reiskuchen leichter im Hals stecken bleiben. Damit man den Verzehr der kleinen Küchlein unbeschadet übersteht, wird empfohlen den Kuchen zunächst in kleine Stücke zu schneiden und beim Verzehr ausreichend Wasser zu trinken.

Wichtig ist zudem dass man langsam isst und gut kaut. Wer diese Tipps beherzigt sollte diese Speise ohne lebensbedrohliche Komplikationen genießen können. Erhältlich sind diese Küchlein aus Reis in Deutschland zum Beispiel in Asia-Shops.

Kann Reiskuchen auch selbst gekocht werden?

Die Küchlein können natürlich auch selbst zubereitet werden. Dafür wird allerdings einiges an Küchenzubehör wie ein Holzhammer oder Holzstock sowie ein großen Holzmörser benötigt. Hinzu kommt der spezielle Klebereis.

Diesen gibt es entweder in einigen gut sortieren Asia-Shops oder inzwischen auch in Online-Shops. Der Klebereis wird über Nacht in Wasser gelegt. Am nächsten Morgen das Wasser abgießen und den Klebereis für 20 Minuten dämpfen bis er ganz weich geworden ist. Nun wird er im Mörser mithilfe des Holzstockes zerstampft.

Zwischendurch immer mal wieder den Holzstock nass machen, damit der Reis nicht dran kleben bleibt. Zum Schluss wird der Reis dann mithilfe von Stärkemehl in kleine runde Küchlein geformt. Fertig!