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Reismehl – Herkunft und Eigenschaften

Reis ist einer der wichtigsten Stärkelieferanten. Er zählt zu den Getreidesorten und das Korn ist auch so ähnlich aufgebaut. Aus Reis lässt sich ohne Probleme Reismehl herstellen. Das kann jeder selbst machen oder das Produkt einfach in einem gut sortieren Lebensmittelladen oder noch besser im Internet kaufen.

Die Eigenschaften von Reismehl

Reismehl ist je nach verwendeter Reissorte schneeweiß und sehr pulvrig. Das im Handel erhältliche Mehl ist auffallend weiß, da bei der Herstellung in erster Linie polierter Bruchreis verwendet wird. Bei der Verwendung von Vollkornreis ist das Mehl entsprechend dunkler. Das Produkt eignet sich besonders gut für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit, da Reismehl keinerlei Gluten enthält.

Manche bezeichnen Gluten auch als Klebereiweiß. Diese Bezeichnung ist nicht ganz korrekt, denn Klebereiweiß ist streng genommen ein Gemisch aus Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten. Produkte, die frei von Gluten sind, haben andere Backeigenschaften, da sich das Mehl nicht zu einem normalen Teig verbindet. Wer dieses Mehl zum Backen verwenden will, sollte es mit anderen Mehlsorten kombinieren um die Backeigenschaften zu verbessern. Reismehl eignet sich nicht nur zur Herstellung köstlicher Produkte, sondern auch als Bindemittel für Soßen oder Pudding.

reismehl

Die Herstellung von Reismehl

Dieses Mehl kann jeder ohne großen Aufwand selbst zu Hause herstellen. Benötigt wird zunächst Reis. Je nach verwendeter Reissorte wird das Endprodukt dunkler oder heller. Außerdem benötigt der Reisfreund einen Mixer, der Getreide verarbeiten kann. Das können nicht alle Geräte, denn manche Mixer verarbeiten nur feuchte Produkte. Nun den Reis in den Trichter geben.

Wichtig ist nicht zu viel Reis auf einmal zu verwenden, da sich größere Mengen schlecht mahlen lassen und somit Mehl von schlechterer Qualität entsteht. Wer mehr Mehl benötigt, der macht einfach mehrere Arbeitsschritte. Nun den Reis mixen, bis das Mehl fein genug ist. Wer das Produkt zum Backen verwendet möchte, der benötigt besonders feinkörniges Mehl.

Falls das Reismehl nicht sofort verwendet wird, muss es möglichst Luftdicht gelagert werden. Reis Mehl aus braunem Reis hält sich etwa 5 Monate lang. Weißes Mehl ist unbegrenzt haltbar, wenn es richtig gelagert wird.

Reismehl online kaufen

Dieses Produkt ist nicht alltäglich und somit meist auch nicht im Supermarkt an der Ecke erhältlich. Wer Reismehl selbst herstellen möchte, der findet viele geeignete Reissorten bei Reishunger.de. Besonders gut geeignet ist Langkornreis. Dies hat den Vorteil, dass jeder die Qualität des Reismehls selbst bestimmen kann. Leser, die keine Zeit haben, selbst zum Mixer zu greifen, finden eine große Auswahl bei Amazon.

Glutenfreies Brot aus Reismehl backen

Zöliakie ist eine Krankheit, die sich aufgrund einer Glutenunverträglichkeit entsteht. Betroffene Menschen dürfen keine glutenhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen, also nur glutenfreies Brot oder glutenfreie Nudeln.

Reis enthält kein Gluten und ist daher unbegrenzt erlaubt. Mehl aus Reis lässt sich allerdings nicht sie einfach verarbeiten wie das gleiche Produkt aus Roggen oder Weizen. Um die Backeigenschaften zu verbessern muss es mit anderen glutenfreien Mehlsorten gemischt werden. Folgende Mehlsorten kommen neben Reis noch in Frage:

  • Hirsemehl
  • Buchweizenmehl
  • Maismehl
  • Amaranthmehl
  • Kichererbsenmehl

Beispiel für ein glutenfreies Brot

Interessenten, die Brot selber machen wollen, finden viele Rezepte im Internet. Hier ein Beispiel, das beliebig abgewandelt werden kann.

  • 500 g gemahlener Reis (möglichst Naturreis)
  • 200 g gemahlener Mais, Amaranth, Hirse oder Buchweizen
  • 1 Packung Hefe für 500 g Mehl
  • 3 TL Salz
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Leinsamen
  • 50 g Sesam
  • 700 ml Wasser
  • Eventuell etwas Zuckerrübensirup

Die trockenen Zutaten und die Hefe dazugeben. Dabei bitte darauf achten, dass die Hefe nicht mit dem Salz in Berührung kommt. Das Wasser hinzuschütten und etwa 5 Minuten verrühren. Das Ganze in eine Kastenform schütten. Aufgrund der Beschaffenheit des Teigs lässt sich dieser nicht wie ein Brot formen. Nun den Teig längere Zeit gehen lassen.

Die Gärdauer darf ruhig ein wenig länger sein. Manche Köche lassen ihn auch über Nacht gehen und Backen ihm am Morgen vor dem Frühstück.
Das Brot in den kalten Backofen geben, die Temperatur auf 150 Grad schalten und das Brot zwei Stunden backen.

Kurz vor dem Ende der Backzeit mit einer Metallnadel einstechen. Wenn noch Teig an der Nadel klebt, benötigt er noch ein wenig Zeit. Nach dem Backen das Brot zunächst vollständig erkalten lassen und dann auf einen Kuchenrost stürzen.

Eigenschaften von Reisbrot

Aufgrund des fehlenden Glutens hat Reisbrot andere Eigenschaften als herkömmliches Brot. Reisbrot ist ein wenig trockener und bricht leichter. Der Geschmack ähnelt ein wenig Vollkornbrot. Der Geschmack von Reisbrot ist sicherlich nicht jedermanns Sache, doch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit die einzige Möglichkeit, Brot zu genießen.

Das Brot kann mit den unterschiedlichsten Gewürzen geschmacklich verändert werden. In Bäckereien gibt es zwar auch glutenfreies Brot zu kaufen, doch diese treffen nur selten den eigenen Geschmack. Besser ist es, das Brot selbst zu backen. Selber machen hat den Vorteil, dass jeder seinen persönlichen Favoriten herstellen kann und nicht auf Bäckereien angewiesen ist.