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Reismilch gesunder als Kuhlmilch?

Reismilch – Reisdrinks zählen zu den sogenannten Getreidedrinks und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Inzwischen gibt es in diesem Segment eine vielseitige Auswahl. So gibt es zum Beispiel Bio-Reisdrinks sowie Varianten mit Kalzium-Zusatz und speziellen Aromen. Besonders beliebt sind sie bei Veganern und Menschen, die eine Gluten- oder Laktoseintoleranz aufweisen. In diesem Fall sind Reisdrinks eine tolle Alternative zur klassischen Kuhmilch, da sie keine allergieauslösenden Stoffe beinhalten und daher sehr gesund sind. Seinen Ursprung hat dieses Getränk im asiatischen Raum. Doch ist Reismilch so gesund wie Kuhmilch? Und welche Vor- und Nachteile hat sie noch zu bieten?

Wie wird Reismilch hergestellt?

Die Herstellung gestaltet sich folgendermaßen. Zunächst wird der Vollkornreis gemahlen, um ihn danach mit Wasser zu kochen. Der nächste Schritt besteht darin die Reisstärke in Zucker umzuwandeln. Dadurch entsteht wiederum eine cremige Konsistenz, die nun fermentiert und gefiltert wird. Durch diesen Vorgang entsteht ein leicht süßlicher Geschmack. Dann wird dem Filtrat noch Pflanzenöl hinzugefügt und es wird emulgiert. Je nachdem um welche Sorte es sich handelt fügen einige Hersteller noch bestimmte Aromen, Salz, Zucker oder pflanzliche Verdickungsmittel hinzu.

reismilch-gesundFoto: Wade M Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Die Vorteile von Reismilch

  • Ein wichtiger Vorteil besteht darin, dass Reisdrinks nicht nur perfekt in die vegane Ernährung passen, sie eignen sich auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz. Möglich macht das die Zusammensetzung, da Reismilch wenig Fett und Eiweiß besitzt und Gluten- und Laktosefrei ist.
  • Hinzu kommt, dass sie cholesterinfrei ist, dafür aber die gesunden ungesättigten Fettsäuren beinhaltet. Das macht wiederum deutlich wie gesund Reismilch ist. Sie ist nicht nur gesund bei Menschen, die mit einem hohen Cholesterinspiegel zu kämpfen haben, sie ist auch gesund, da sie sehr fettarm ist.
  • Vorteilhaft sind zudem die vielseitigen Zubereitungs- bzw. Anwendungsbereiche. So kann diese Milch zur Herstellung von Eis, zum Backen und zum Kochen genutzt werden.
  • Auch als Mixgetränk mit Mango oder ähnlichem ist sie sehr beliebt. Dabei muss sie nicht immer fertig gekauft werden, sie kann auch in einfachen Schritten selbst hergestellt werden.

Die Nachteile von Reismilch

  • Leider besitzt dieser Drink nicht ausreichend Nährstoffe und einen zu geringen Anteil an B-Vitaminen. Der tägliche Bedarf kann so nur zu einem sehr geringen Teil gedeckt werden.
  • Kalzium, welches für Zähne und Knochen besonders wichtig und gesund ist, ist ebenfalls nur in sehr geringem Maße enthalten. Es gibt jedoch Hersteller, die ihrem Milchersatz Kalzium künstlich zusetzen, was allerdings gesundheitliche Probleme begünstigen kann. Wer Reismilch regelmäßig verzehrt, sollte daher darauf achten, alle notwendigen Mineralien und Vitamine durch den Verzehr von Obst und Gemüse zu gewährleisten.
  • Beachtet werden sollte zudem, dass Reismilch keinen Ersatz für Muttermilch darstellt, da wie bereits erwähnt, die wichtigen Nährstoffe nicht enthalten sind. Das kann Mangelerscheinungen wie Anämie oder Rachitis beim Säugling begünstigen. Auch bei Erwachsenen kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen, wenn der gewählte Reisdrink einen zu großen Anteil des Halbmetalls Arsen aufweist.

Nährwerte und Inhaltsstoffen von Reismilch

Wie bereits erwähnt sind Reisdrinks nicht so reichhaltig an Nährstoffen und demnach nicht so „gesund“ wie klassische Kuhmilch. Die Menge 100 Milliliter beinhaltet 49 Kilokalorien, somit liegt sie beim Fettgehalt etwas über fettarmer Milch. Der Fettgehalt beträgt knapp 1 Prozent und der Eiweißgehalt 0,1 Prozent. Dafür ist sie sehr reichhaltig an Kohlenhydraten und zwar mit einem Anteil von 10 Prozent.

Reismilch selber machen

Wer auf die fertigen Reisdrinks die in vielen Supermärkten, Drogerien und Reformhäusern angeboten werden, verzichten möchte, der kann den Drink auch ganz einfach selbst zubereiten.

Für die Zubereitung werden 200 Gramm brauner gekochter Reis, 4 bis 5 Datteln und 1 Liter Wasser benötigt. Je nach persönlichen Geschmack kann auch noch eine Vanilleschote dazu gegeben werden.

Grundsätzlich empfiehlt sich für die Zubereitung ein Mixer, sonst können nicht alle Zutaten ausreichend püriert werden. In den Mixer wird der gekochte braune Reis und die Datteln gegeben. Nun wird alles auf höchster Stufe und zwar für 3 Minuten gemixt. Handelt es sich bei dem Mixer um ein nicht ganz so leistungsfähiges Gerät, kann der Inhalt auch anschließend noch durch ein Sieb gefiltert werden.

Der nächste Schritt besteht nun darin, die Maße in ein Gefäß zu schütten.

Fertig! Haltbar ist der selbstgemachte Reisdrink in der Regel 4 Tage, vorausgesetzt er wird im Kühlschrank aufbewahrt.