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Reissirup- Herkunft und Eigenschaften

Auf den ersten Blick ist Reissirup kaum von Bienenhonig zu unterscheiden. Nachdem die goldgelbe Farbe als köstliche Gaumenfreunde wahrgenommen wurde, verzaubert die herrliche Süße den Feinschmecker. Nach und nach findet Reissirup auch in Europa verstärkt Einzug.

Kurzer Steckbrief Reissirup :

Herkunft: Japan
Herstellung aus Vollkornreis, Wasser und natürlichen Enzymen
Konsistenz: dickflüssiger Sirup
Farbe: goldgelb wie Bienenhonig
Inhaltsstoffe: Glucose, Maltose, Mehrfachzucker (Oligosaccharide)
Mineralstoffe: Magnesium, Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium

Reissirup

Foto: QUOI Media Group Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Herstellung von Reissirup

Das natürliche Süßungsmittel wird im Gegensatz zum Honig nicht von Bienen angefertigt, sonder stammt aus Menschenhand. In der asiatischen Küche seit Jahrhunderten findet es seit Jahrhunderten reichlich Anklang. Nur zwei Bestandteile, Wasser und Reismehl, werden zusammen verkocht und fermentiert, um im Ergebnis das süße Wunder zu erhalten.

Als Ergänzung kommen zudem natürliche Enzyme hinzu. Das Mehl wird direkt vor der Verarbeitung aus ganzen Vollkornreiskörnern gewonnen. Im Anschluss an die Erwärmung werden feste Bestandteile herausgefiltert und der Sirup etwas eingedickt.

* Geheimnis der Herstellung: Getreidestärke wird in Malz verwandelt (Amylase)

Besondere Eigenschaften

Dieses Süßungsmittel besitzt nicht nur eine besondere Karamellnote, sondern auch wertvolle Eigenschaften. Im Gegensatz zum Zucker besteht Reissirup zu circa 21 Prozent aus Mehrfachzuckern. Diese sind langkettig aneinandergereiht. Bevor diese im menschlichen Blut aufgenommen werden können, muss der Körper die Ketten in Einfachzucker aufspalten. Damit verzögert sich die Aufnahme ins Blut.

Der Blutzuckerspiegel steigt nicht rasant an. Damit bedient sich der Körper über einen längeren Zeitraum den aufgenommenen Zuckerreserven und ein erneutes Bedürfnis nach etwas Süßem wird herausgezögert. Nicht zuletzt eignet sich dieses Süßungsmittel damit für alle Menschen, die ihr Gewicht reduzieren wollen und eine Nahrungsumstellung anstreben. Auch Diabetiker können ihre Nahrungsmittel mit Reissirup leicht versüßen.

Vier glänzende Merkmale:

  • lactosefrei
  • glutenfrei
  • histaminverträglich
  • vegan

Einzigartiger Geschmack von Reissirup

Dieser Sirup besitzt eine intensive, natürliche Eigennote. Dabei eignet er sich jedoch zum Abschmecken von Gerichten und Nachspeisen, denn er überdeckt das andere, individuelle Aroma nicht. Vielmehr ergänzt das Süßungsmittel aus Reis Backwaren, Tee, Getränke, Brotaufstriche, Salatsoßen und andere Speisen mit leicht nussigen bis malzartigen Nuancen.

Im Vergleich zu Ahornsirup, Bienenhonig und Zucker süßt Reissirup nicht so stark. Beim Ersatz anderer Süßungsmittel durch diesen ist ein wenig mehr notwendig.

Zum Süßen und Verfeinern von:

  • Joghurt
  • Backwaren
  • Crepes
  • herzhaften Speisen
  • Brotaufstrichen
  • süßsaures Essen
  • Salatdressings
  • kalte und heiße Getränke

Als Faustregel beim Backen gilt:

  • für 100 Gramm Kristallzucker circa 110 bis 130 Gramm Reissirup verwenden
  • angegebene Flüssigkeit um etwa zehn Prozent verringern

Genialer Zuckerersatz bei Fructoseintoleranz und Veganern

Da Reishonig frei von Fructose ist, eignet es sich als hervorragende Alternative auf dem täglichen Speiseplan bei Menschen mit Fructoseintoleranz. Natürlich bietet das Süßungsmittel auch in der veganen Küche und bei Sorbitintoleranz eine herrliche Alternative für Bienenhonig.

Achtung bei der Verwendung: Haltbarkeit und Hygiene

Nach dem Öffnen gärt oder schäumt Reissirup schnell, wenn Verunreinigungen ins Glas kommen. Entsprechend sind ausschließlich gereinigte Küchenutensilien bei der Handhabung einzusetzen. Alternativ können überflüssige Mengen dieses natürlichen Süßstoffes für ein paar Wochen im Tiefkühlfach aufbewahrt werden.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, den Sirup im Kühlschrank aufzubewahren. Durch die niedrigen Temperaturen wird er etwas zähflüssig, aber ein paar Sekunden in der Mikrowelle schaffen an dieser Stelle Abhilfe.

Praktische Tipps zum Kauf

Es ist empfehlenswert, bio-zertifizierte Hersteller zu bevorzugen. Schließlich handelt es sich bei Malsirup aufgrund der Reisgrundlage stets um ein Importprodukt. Dank des Siegels werden eine sichere Herkunft als auch nachhaltige Verarbeitungswege garantiert.

Das Bio-Etikett verrät zudem, ob der Sirup aus dem vollen Reiskorn und nur durch mechanische Verfahren hergestellt wurde. In diesen Fällen lässt sich eine erstklassige Qualität verzeichnen. Jedoch gilt es, dieses Süßungsmittel nicht mit Reismalz zu verwechseln, denn dieser enthält gekeimte Gerste und folglich auch Fructose.

Der Start einer neuen Ära

Da Reismehl auch in unseren Breiten für zunehmende Begeisterung sorgt, widmen sich immer mehr Hersteller der Herstellung. Auf diese Weise wird es im Ladenregal präsenter und bereichert als hochwertiges Lebensmittel die alltägliche Ernährung. Dies trifft nicht nur bei Diabetikern und bei Fructoseintoleranz zu. Vielmehr bietet Reissirup eine lang ersehnte Alternative zu industriellem (Rohr-)Zucker.

Foto: QUOI Media Group Flickr.com (CC BY-SA 2.0)