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Weltweiter Reisanbau

Reisanbau findet auf allen fünf Kontinenten statt, wobei natürlich die südlicheren Länder dominieren. Bei der Rangliste der größten Reisproduzenten besetzen die asiatischen Länder die vordersten Plätze. Ganz oben steht die Volksrepublik China, die 2014 mehr als 206 Millionen Tonnen Reis produzierte. An zweiter Stelle folgt Indien mit einer Produktion von gut 157 000 Tonnen. Mit gut 70 Millionen besetzt Indonesien den dritten Platz. Unter den 10 größten Reisproduzenten befindet sich mit Brasilien nur ein Land, das nicht aus Asien kommt. Mit gut 10 Millionen Tonnen haben die USA den 11. Platz. Europäische Länder, wie zum Beispiel Italien, taucht in der Rangliste der zwanzig größten Produzenten gar nicht auf.

Reisanbaugebiete in Asien

Da Asien und vor allem die VR China der größte Reisproduzent der Welt ist, befinden sich dort auch die größten Reisfelder. In China findet der Tourist besonders viele Reisfelder in den südlichen Gebieten von China. Im Norden der Provinz Yunnan liegt ein bedeutendes Reisanbaugebiet. Außerdem findet der Besucher im Osten der Provinz Guangxi größere Reisfelder. Das bekannteste Anbaugebiet in China liegt in der Provinz Yunnan in der Region Honghe. Dieses gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist auch für Touristen gut zu besuchen. Größere Reisfelder befinden sich auch in Indien und in Kambodscha.

weltweiter reisanbau

Foto – Oben: oarranzli Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Reisanbau in Europa

Im Vergleich zu Asien ist Europa natürlich ein weitaus weniger bedeutender Reisproduzent. Trotzdem genießen viele Verbraucher ihren Reis aus europäischen Anbaugebieten.

Der größte Reisproduzent in Europa ist Italien. Besonders bekannt für den Reisanbau ist die Poebene in der norditalienischen Provinz Piemont. Aus dieser Gegend kommt etwa ein Drittel der europäischen Reisproduktion. Der Reisanbau geht dort bis ins 15. Jahrhundert zurück. Damals gab es nur eine Reissorte. Im 19. Jahrhundert experimentierten Züchter mit verschiedenen Reissorten, um den optimalen Reis für die PoEbene zu finden. Heute bauen die Reispflanzer etwa 40 verschieden Sorten an.

In erster Linie handelt es sich Rundkorn-Reis, den die italienischen Köche für Risotto verwenden. Die bekanntesten Reissorten sind Carnaroli, Bald, Balilla und Arborio. Der Vorteil der PoEbene ist der große Wasserreichtum. Ein Kilogramm Reis benötigt zwischen 3000 und 20000 Liter Wasser. Um die Reispflanzen mit genügend Wasser zu versorgen, bedienen sich die Reisbauer an den Gebirgsflüssen, die reines Wasser vom Mont Blanc oder Monte Rosa mitbringen.

Auch Spanien produziert für seine Paella den Reis selbst. Hier sind wichtige Anbaugebiete die Regionen Valencia, Murcia und das Ebrodelta. Die Franzosen bauen Reis in der Camargue an. Der bekannte griechische Reis kommt von Feldern in Makedonien und Thrakien.

Die wichtigsten Reisanbaugebiete in Amerika

In den südlichen Staaten der USA gibt es den Reisanbau schon seit dem Ende des 17. Jahrhunderts. Im Laufe der Geschichte haben sich die Anbaugebiete immer wieder verändert, vor allem nach dem Sezessionskrieg.
Heutige Anbaugebiete in den USA sind:

  • Arkansas
  • Kalifornien
  • Texas
  • Louisiana
  • Mississippi
  • Missouri
  • Florida

Die größten Anbaugebiete in den USA befinden sich in Arkansas, Kalifornien und Louisiana. In diesen drei Staaten befinden sich 80 % der amerikanischen Reisfelder.

Reisanbaugebiete in Afrika

Die wichtigste afrikanische Reissorte ist Glaberrima. Diese Reissorte ist weniger anspruchsvoll. Sie kann auch mit einem geringeren Nährstoffgehalt im Boden auskommen und selbst längere Dürreperioden machen ihr wenig aus.
Das bedeutendste Land in Afrika, das Reis anbaut, ist Nigeria, das rund 6,7 Millionen Tonnen Reis anbaut. 6 Millionen Tonnen Reis im Jahr Produziert Ägypten. Der drittplatzierte Produzent ist Madagaskar mit fast 4 Millionen Tonnen.

Handel und wirtschaftliche Bedeutung von Reis

Reisanbau

Erntemenge der führenden Anbauländer von Reis weltweit im Jahr 2014 (in Tonnen). Quelle: Statista

Der bedeutendste Reisexporteur der Welt ist Thailand. 2012 lieferte das Land 10,6 Millionen Tonnen des Getreides ins Ausland. Vietnam verkauft 7,1 Millionen Tonnen, Indien 5 Millionen Tonnen, Pakistan 3,4 Millionen Tonnen und die USA 3,1 Millionen Tonnen Reis an das Ausland. In Thailand hat der Staat auf den Verkauf von Reis das Monopol. Der Staat kauft den Reis auf und exportiert ihn. Den Reisbauern in Thailand gehören die Reisfelder. Bei der Feldarbeit hilft oft das ganze Dorf mit.

In den asiatischen Ländern ist Reis das wichtigste Nahrungsmittel und bildet 80 Prozent der Nahrung, 92 Prozent der produzierten Reismenge wird für die Ernährung verwendet. Nur geringe Mengen finden Verwendung als Tierfutter oder Saatgut.

Die Preise für Reis sind seit 2007 stark angestiegen. Als Gründe geben die Fachleute Missernten in China und Bangladesch an. Preistreibend wirkte auch die Ankündigung Indiens, den Export von Reis zu verringern, damit die Preise im eigenen Land stabil blieben. Die Preise sind auch gestiegen, weil immer mehr Reisfelder zur Produktion von Biomasse benutzt werden. Dies führt zu einer geringeren Reisproduktion und schließlich auch zu steigenden Preisen auf dem Weltmarkt.