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Wildreis – Herkunft und Eigenschaften

Wildreis gehört nicht zum Reis im engeren Sinne. Er ist zwar mit diesem verwandt, ist aber eine Grasart, deren Früchte ein reisartiges Aussehen haben. Andere Bezeichnungen sind Wasserreis, Indianer Reis oder Kanadischer Reis. Häufig findet der Kunde auch die Gattungsbezeichnung „Zizania“ auf der Reispackung.

Diese Sorte wächst vor allem an Fluss- und Teichufern, woher auch die andere Bezeichnung stammt. Auch der wissenschaftliche Gattungsname bezieht sich darauf, denn Zizania heißt übersetzt „im Wasser wachsend“.

Ein typisches Anbaugebiet ist Saskatchewan, eine Provinz in Kanada. Andere Anbaugebiete liegen in Kalifornien und Minnesota. Die Grassamen sind anfangs grün, erst nach der Ernte und Trocknung bekommen sie die charakteristische dunkelbraune bis schwarze Färbung. Von der Form ähnelt Wild Reis Tannennadeln, der Geschmack ist leicht nussig.

wildreis

Foto: Wisconsin Department of Natural Resources Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Wozu wird Zizania verwendet?

Wild Reis ist im Anbau sehr teuer, da die Pflanze auf Änderungen in der Witterung sehr empfindlich reagiert und auch Veränderungen im Wasserstand machen ihr zu schaffen. Aus diesem Grund wird der Wildreis gerne mit anderen Reissorten gemischt. Allerdings sollte das nicht in der heimischen Küche geschehen. Wildreis hat eine längere Kochzeit als normaler Reis und so zerkocht der normale Reis, während Wildreis immer noch nicht gar ist. Bei im Handel erhältlichen Mischungen ist der Wildreis schon vorgekocht, so dass die Kochzeiten gleich sind. Sehr gut passt Wildreis auch zu Fischgerichten.

Gesundheitliche Aspekte von Wild Reis

Ein Blick auf die Nährwerttabelle macht deutlich, dass es sich bei dem Gras um ein sehr hochwertiges Produkt hat. Der Eiweißgehalt ist deutlich höher als bei den Reissorten, vor allem bedeutsam ist der hohe Gehalt an essentiellen Aminosäuren. Der Gehalt an Vitamin B2 (auch bekannt unter Riboflavin) und Niacin ist doppelt so hoch als Reis. Wer Probleme mit der Verdauung hat, sollte zu Wild Reis greifen, denn der Ballaststoffgehalt Beträgt auf 6 g.

Der Natriumgehalt ist gering, dafür der Kaliumgehalt umso höher. Vor allem der hohe Kaliumgehalt ist gut für den Stoffwechsel und senkt den Blutdruck. Die Kohlenhydrate setzen sich in erster Linie aus Stärke zusammen und nur zu einem sehr geringen Teil aus Zucker. So wird das Korn langsam verdaut und sättigt sehr lange.

Nährwertgehalt:

  • Energie: 364 kcal oder 1531 kJ
  • Fett: 1,1 g, davon sind 0,3 g gesättigte Fettsäuren
  • Kohlenhydrate: 73,1 g, davon 1 g Zucker
  • Eiweiß: 13,6 g
  • Ballaststoffe: 6 g
  • Salz: 0,04 g

Wildreis online günstig kaufen

Wild Reis hat seinen Preis und kg-Preise zwischen 20 und 30 Euro sind vollkommen normal. Eine gute online Bezugsquelle ist die Seite Amazon.de. Neben Wild Reis in unterschiedlichen Packungsgrößen kann der Kunde auch eine Mischung von Wildreis und Basmati Reis bestellen.

Zubereitung: Wild Reis kochen

Für die Zubereitung von Wild Reis kommt nur eine Art in Frage, nämlich im Kochtopf nach der Quellmethode. Der Koch benötigt ein wenig mehr Zeit, denn Wildreis benötigt eine längere Garzeit. Wie üblich muss der Reis zunächst einmal gründlich gewaschen werden, am besten zweimal.

Für das Gras ist die zweieinhalbfache Menge an Wasser nötig. Zunächst den Reis ungefähr zwei Stunden mit dem kalten Wasser einweichen. Nun den kanadischen Reis einmal bei höchster Temperatur aufkochen. Dabei den Inhalt immer wieder umrühren. Nun den Deckel auflegen und den Reis bei mittlerer Stufe etwa 45 Minuten weiterkochen lassen bis das gesamte Wasser aufgesogen ist.

Wild Reis Rezepte:

Zanderfilet mit Pilzen und Wildreis

Ein schmackhaftes Gericht für festliche Tage.

Die Zutaten:

  • 100 g Wildreis
  • 150 g Pilze
  • 2 Zwiebel
  • Einen Schuss Olivenöl
  • Petersilie und Pfeffer
  • 2 Tomaten
  • 4 Zweige Thymian
  • 1 TL Tomatenmark
  • 150 ml Weißwein
  • 200 ml Fischfond
  • 100 g Crème fraîche
  • ½ Zitrone
  • 1 Scheibe Toast
  • 4 Zanderfilets

Zubereitung: ´

Zunächst den Wildreis nach den obigen Angaben kochen. In der Zwischenzeit die Pilze putzen und klein schneiden. In einer Pfanne die Hälfte der Zwiebeln anbraten. Die Pilze hineingeben und so lange mitköcheln, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Die Petersilie, Salz und Pfeffer und die Mischung geben. Diese nun aus der Pfanne in einen Teller geben.

Im nächsten Schritt werden die Tomaten mit heißem Wasser überbrüht. Diese nun kreuzweise einschneiden und die Haut abziehen. Den Thymian waschen und trocknen. Nun in der Pfanne die zweite Zwiebel glasig dünsten, Tomaten, Tomatenmark und Thymian hinzugeben. Alles etwa 3 Minuten dünsten. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen auf die Hälfte einkochen. Nun den Fischfond hinzugeben und auch diesen etwa bis zu 1/3 einkochen. Nun Crème fraîche hinzugeben und weiter einkochen, bis eine sämige Soße entsteht. Diese nun mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft abschmecken.

In der Zwischenzeit dürfte die Pilzmasse abgekühlt sein. Das Toastbrot klein hacken und darunter heben.
Die Zanderfilets mit Zitronensaft bestreuen und die Pilzmasse auflegen und festdrücken. Nun die Filets in der Pfanne von beiden Seiten anbraten. Beim Wenden besonders vorsichtig sein, damit die Pilzmasse auf dem Filet bleibt.
Den Wildreis auf dem Teller anrichten und die Zanderfilets darauf legen.